Die Idee ist gut !

Aber leider nicht die Umsetzung :

NRW hat in diesem Jahr die so genannte Sprachstandsfeststellung vor der Einschulung eingeführt. Zwei Jahre vorher werden die Kinder durch die zukünftige Grundschule auf ihre Sprachfähigkeit getestet. Fällt der Test nicht positiv aus, folgt eine Sprachförderung.

Soweit die Theorie. Das Problem an der Sache ist, zwar handeln Eltern, welche ihre Kinder nicht zum Test schicken ordnungswidrig, der Test lässt sich aber trotz allem nicht mit Zwangsmitteln – sinnvoller Weise Zwangsgeld – durchsetzen. Ob die Sprachförderung also erforderlich ist, kann unter Umständen gar nicht festgestellt werden. Ich finde die Idee an und für sich ja ganz sinnvoll, aber wie will man die Erforderlichkeit der Sprachförderung denn bitte ohne Test feststellen ? Führt man die Sprachförderung ohne den Test nicht durch ? Oder behauptet man einfach, wer den Test nicht gemacht hat, für den ist die Sprachförderung erforderlich ? Mir kommt das ganze neue Schulrecht in dem Punkt ziemlich wie mit der heißen Nadel gestrickt vor. Getreu dem Motto :

Wir wissen nicht, wie lange wir noch regieren. Also verändern wir mal noch schnell was.

Wem das was nützen soll, weiß ich nicht. Aber ich bin ja auch kein Politiker.

Geschrieben in Schlumpf politisch | 2 Kommentare

2 Kommentare bisher

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  1. 28. August 2007 um 19:52 Uhr

    Nyma sagt :

    kann man nicht, wenn der Test nicht gemacht wird, mal nen freundlichen Mitarbeiter des Jugendamtes vorbei schicken und nachsehen/nachfragen lassen, warum man den nicht machen lässt? ist doch im Interesse des Kindes sowas, eigentlich …

  2. 29. August 2007 um 08:39 Uhr

    Schlumpf sagt :

    Wenn man dann denn eine Antwort bekommt, ist das Kind ja immer noch nicht zum Test gewesen.

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