Untersuchungshaft

In Deutschland gilt generell die Unschuldsvermutung. Jeder ist solange unschuldig, bis seine Schuld von einem Gericht rechtskräftig festgestellt wurde.

Trotzdem kann der Beschuldigte bereits vor seiner Verurteilung in Haft genommen werden, nämlich in die sogenannte Untersuchungshaft.

An die Untersuchungshaft sind in Deutschland allerdings Bedingungen geknüpft. Zum einen muss der Beschuldigte dringend tatverdächtig ist und ein in § 112 Absatz 2 StPO genannter Haftgrund besteht. Die Untersuchungshaft darf bei Nichtvorliegen dieser Gründe nur in Ausnahmefällen, wie zum Beispiel bei Mordverdacht angeordnet werden. Darüber hinaus darf die U-Haft nur durch einen Richter angeordnet werden.

Haftgründe für die Untersuchungshaft sind :

  1. der Verdächtige ist auf der Flucht
  2. es besteht die Gefahr, dass er flüchten würde
  3. es besteht die Gefahr, dass der Verdächtige durch Einflussnahme Ermittlungen erschwer.
Geschrieben in Jura-Schlumpf| Tags: , | 1 Kommentar

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  1. 21. September 2008 um 23:10 Uhr

    sinani sagt :

    hätte mal eine frage? mein nachbar ist wegen §206 abs 2 ankeglagt worden meine tochter hat nächste woche die anhörung (4 jahre alt)! ist das normal das man diesen menschen die ganze zeit als nachbar weiter wohnen lässt (im mai 08 war die anzeige)? weiters wenn meine kleine nicht spechen möchte kommt es auch nicht zu einer hauptverhandlung ! dann müssen wir weiter mit diesem menschen als nachbar leben ! ich verstehe garnichts mehr! lg aus wien

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