Wenn man(n) (oder frau)…

… zu einem Vertragshändler eines namhaften Automobilherstellers geht, tut man dies sicherlich mit guten Grund. Als autotechnischer Laie glaubt man dann auch, wenn der Verkäufer sagt

Ihr Auto ist aber nicht Baujahr 2006. Das wissen Sie oder ? Das ist aus 2004.

und dabei dann auf ein Feld in der Zulassungsbescheinigung Teil 1 zeigt, in dem tatsächlich ein Datum aus 2004 steht, dass das Fahrzeug 2004 gebaut wurde und nicht aus 2006, wie man es gekauft hat. Eventuell fällt einem dann ein, man könne ja – so jedenfalls das OLG Karlsruhe (NJW 04, 2456) beim vorherigen Verkäufer einen Sachmangel nach § 434 BGB rügen und den früheren Kaufpreis nach § 437 BGB mindern.

Schlecht ist es nur, wenn man dann bei Recherchen herausfindet, dass die Zahl in dem Kästchen mit dem Modelljahr nicht im Geringsten etwas zu tun hat (was sich aus der Rückseite der Zulassungsbescheinigung) ergibt und dass das Baujahr des eigenen Fahrzeuges doch tatsächlich 2006 ist.

Zwar mag das Verhalten des Verkäufers des Vertragshändlers noch kein (versuchter) Betrug nach § 263 StGB sein, sicher ist jedenfalls : ein Auto kauft man dort nicht mehr !

Geschrieben in Jura-Schlumpf,unschlumpfig| Tags: , , , , | Kommentare aus

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